jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. Mai 2022, Nr. 118
Die junge Welt wird von 2629 GenossInnen herausgegeben
jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk! jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
Aus: Ausgabe vom 23.02.2017, Seite 15 / Medien

Redaktionsgeheimnis laut DJV in Gefahr

Berlin. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat vor einer Aushöhlung des Redaktions­geheimnisses gewarnt. Der Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts, wonach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vertrauliche Gespräche mit Journalisten offenlegen müsse, sei »eine Farce«, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall am Montag. Viel wichtiger sei es zu wissen, mit welchen Lobbyisten die Kanzlerin rede. Hintergrundgespräche seien keine Kungelrunden, sondern wichtige Instrumente zur Gewinnung und Einordnung von Informationen.

Wie ein Gerichtssprecher bestätigte, hat das Gericht bereits im Dezember entschieden, dass Merkel über Ort, Zeit, Teilnehmer und Themen von Hintergrundgesprächen im Kanzleramt sowie über andere nichtöffentliche Gespräche mit Journalisten Auskunft geben müsse. Nur der genaue Inhalt solle vertraulich bleiben. Das Kanzleramt hat gegen den Beschluss Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt. (dpa/jW)

Mehr aus: Medien