Zum Inhalt der Seite

Kriegsverbrechen: Iraker in Berlin angeklagt

Berlin. Ein früherer irakischer Regierungssoldat muss sich ab Mittwoch vor dem Kammergericht Berlin wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen verantworten. Rami K. soll mit den abgetrennten Köpfen von Kämpfern der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) posiert und die Aufnahmen im Internet verbreitet haben. Der 28jährige kam im Jahr 2015 als Flüchtling nach Deutschland. Im August 2016 wurde er auf Antrag der Bundesanwaltschaft verhaftet. Er habe die Getöteten verhöhnt und in ihrer Totenehre herabgewürdigt, heißt es in der Anklage gemäß dem Völkerstrafgesetzbuch. (AFP/iW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                                                         Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »kinder« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.