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Verteidigerstreit um Brandanschlag

Potsdam. Im Prozess um den Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen hat am Montag der Pflichtverteidiger des angeklagten NPD-Politikers Maik Schneider, Jens-Michael Knaak für seinen Mandanten zweieinhalb Jahre Haft wegen »fahrlässiger Brandstiftung« gefordert. Schneider habe nur ein »politisches Rauchzeichen« setzen wollen, sagte Knaak laut einem Bericht der Berliner Zeitung (Onlineausgabe) vom selben Tag. Schneiders Wahlverteidiger Ulli Boldt widersprach dem überraschend – und verlangte eine doppelt so hohe Strafe wegen vorsätzlicher Brandstiftung und schwerer politischer Kriminalität. »Wer Feuer macht, will Feuer machen«, zitierte die Zeitung Boldt. »Wer nur ein Zeichen setzen will, schmeißt Farbbeutel.« Die Staatsanwaltschaft hatte für Schneider wegen der Brandstiftung und einer Sachbeschädigung am Auto eines Polen acht Jahre und neun Monate sowie für einen Mitangeklagten acht Jahre und drei Monate Haft beantragt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2017, Seite 15, Antifaschismus

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