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Regierung stellt immer mehr nur befristet ein

Berlin. Die Zahl der befristet Beschäftigten in den Bundesministerien und im Kanzleramt hat sich seit 2007 auf 16.500 verdoppelt. Dies ist der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Jutta Krellmann zu entnehmen, die jW am Dienstag vorlag.

Im Bundesinnenministerium (BMI) hat sich die Zahl der ohne Sachgrund per Zeitvertrag Angestellten demnach allein in den letzten drei Jahren von 990 auf mehr als 6.200 versechsfacht. Dies entspricht einem Anteil von 90 Prozent an den insgesamt befristet Beschäftigten im BMI. Neueinstellungen erfolgen in vielen Ministerien in mehr als 80 Prozent der Fälle zunächst nur auf Zeit. Insgesamt arbeiten in den Bundesministerien 253.000 Personen, der Anteil der befristet Beschäftigten liegt damit bei 6,5 Prozent.

Linksparteichef Bernd Riexinger kritisierte am Dienstag, die Regierung übertreffe »in puncto Befristung noch die Privatwirtschaft«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2017, Seite 1, Inland

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