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Aus: Ausgabe vom 13.01.2017, Seite 11 / Feuilleton

Comedy under attack

Der nächste Streit um Satire hat begonnen. Der Kabarettist Serdar Somuncu (Foto), der mit szenischen Lesungen aus Hitlers »Mein Kampf« berühmt geworden ist und der von der Spaßpartei Die PARTEI als Spitzenkandidat für die nächste Bundestagswahl aufgestellt wurde, streitet sich mit dem WDR. Wie der Tagesspiegel (Donnerstagausgabe) berichtete, will es sich Somuncu nicht gefallen lassen, dass ein fünfminütiger Auftritt von ihm in der Sendung »Pussy-Terror« gegen seinen Willen auf eine Minute gekürzt und gesendet wurde. Der WDR argumentiert, das sei gängige journalistische Praxis und verwahrte sich gegen den Vorwurf der Zensur. Die verantwortliche Redakteurin findet es nicht lustig, von Somuncu öffentlich beschimpft zu werden. Laut Tagesspiegel habe der WDR erfolgreich darauf gedrungen, dass die Körberstiftung die Dokumentation einer Podiumsdiskussion, bei der Somuncu unter anderem gemeint habe, die WDR-Redaktion »richte Leute hin«, aus dem Internet entfernte. (jW)

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