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Poetische Puzzles

Der britische Turner-Preis geht in diesem Jahr an Helen Marten. Die Künstlerin, die in London lebt, überzeugte die Jury mit aus alltäglichen Gegenständen hergestellten Skulpturen, für die sie beispielsweise Münzen, Wattestäbchen oder Schuhsohlen verarbeitete. In der Begründung der Jury hieß es, Marten erschaffe »poetische, visuelle Puzzles«, die die Komplexität und Herausforderungen der Gegenwart widerspiegelten. Die Tate Britain beschreibt ihre Arbeit als »herausragend in der außergewöhnlichen Bandbreite an Material und Form«. Marten lasse »bekannte Dinge erscheinen, als würde man sie zum ersten Mal sehen«. Der nach dem Maler William Turner benannte Preis gilt als die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst. Geehrt werden Künstler unter 50 Jahren, die in Großbritannien geboren wurden, dort leben oder arbeiten. Der Preisträger erhält 25.000 Pfund (knapp 30.000 Euro). Eine Installation, die Marten für die Turner-Preis-Vergabe geschaffen hat, ist noch bis zum 2. Januar 2017 in der Tate Britain zu sehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2016, Seite 11, Feuilleton

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