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Missbrauchskommission will mehr Geld

Berlin. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat mehr Geld für ihre Arbeit gefordert. Für die vertraulichen Anhörungen Betroffener gebe es bereits jetzt 415 Anmeldungen, bis Mitte 2017 dürfte diese Zahl auf weit über 500 ansteigen, teilte die Kommission am Dienstag in Berlin zum ersten Jahrestag ihrer Einsetzung mit.

Die Kommission wolle alle angemeldeten Betroffenen und Zeitzeugen hören. »Mit den bisherigen finanziellen Mitteln wird das nicht zu realisieren sein«, hieß es weiter. Wenn das Gremium nicht nur ein Feigenblatt der Politik sein solle, benötige es zudem eine rechtliche Grundlage für Akteneinsicht. (AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2016, Seite 4, Inland

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