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28.11.2016
- → Politisches Buch
Neu erschienen
Rote Hilfe
Das Quartalsmagazin der Roten Hilfe befasst sich im Schwerpunkt mit der Siegerjustiz der BRD gegen die DDR und der politischen Verfolgung nach 1990. Für die Redaktion ein brisantes Thema: Nicht nur in der bürgerlichen Öffentlichkeit »sondern auch in der deutschen Linken und in unserer Organisation [setzen] viele Menschen die DDR mit Stasi und Stacheldraht gleich«. Elf Beiträge sind im Heft gesammelt, u.a. zur politischen Strafverfolgung, zur Verfolgung der DDR-Kundschafter, zum Missbrauch des Rentenrechts und wie die BRD nach 1990 aus verurteilten NS-Tätern SED-Opfer machte. Weitere Themen: Schmerzensgeld nach Polizeikessel in Frankfurt, Datensicherheit und der Tänzer Jean Weidt. (fo)
Die Rote Hilfe, Heft 4/2016, 68 Seiten, 4 Euro, Bezug: Redaktion Rote Hilfe, Postfach 3255, 37022 Göttingen, E-Mail: bundesvorstand@rote-hilfe.de
Ossietzky
In der Zeitschrift Ossietzky ordnet Daniela Dahn den Wahlsieg des künftigen US-Präsidenten Donald Trump ein. »Trump ist auch deshalb gewählt worden, weil er keine Ahnung vom verhassten politischen Geschäft hat, das nun schon aus Unkenntnis nicht fortgeführt werden soll.« Ralph Hartmann erinnert in einem Porträt des »ehrenwerten« Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an dessen Äußerungen, die er im Juni im Deutschlandfunk zum besten gab: »Es gibt Länder wie etwa die neuen Mitgliedsstaaten in Ost- und Mitteleuropa, die sagen: Wir brauchen mehr Schutz gegenüber der Sowjetunion.« Irren sei bekanntlich menschlich, schreibt Hartmann, und Altmaier sei ein »großer Mensch«. Georg Rammer macht in seinem Beitrag »Deutsche Interessen« auf die PR-Offensive der Bundeswehr aufmerksam, die die Bevölkerung an Krieg gewöhnen soll. (jW)
Ossietzky, Heft 23, 19. Jahrgang, 40 S., 2,80 Euro, Bezug: Verlag Ossietzky, Siedendolsleben 3, 29413 Dähre, E-Mail: ossietzky@interdruck.net
Analyse und Kritik
Die Zeitung AK, Analyse und Kritik, macht »Kämpfe um Teilhabe, Inklusionsversprechen und die systematische Behinderung von Menschen« zum Thema. Internationale Beiträge gibt es zur Katastrophenhilfe in Haiti, einer drohenden »Einparteienherrschaft« in Italien, nachdem dort am 4. Dezember ein Verfassungsreferendum stattfindet, sowie zu feministischen Protesten in Argentinien, die sich gegen das neoliberale Rollback der Regierung richten. (jW)
Ak – Analyse und Kritik, Nr, 621, 36 S., 4,80 Euro, Bezug: a.k.i. Verlag, Rombergstr. 10, 20225 Hamburg, www.akweb.de
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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