-
24.11.2016
- → Medien
Ex-ZDF-Moderator kritisiert Quotendenken
Berlin/Mainz. Der ehemalige ZDF-Moderator Wolfgang Herles hat kritisiert, dass bei seinem früheren Arbeitgeber das »Dogma der Quote« eine übergeordnete Rolle spiele. Er habe in der ZDF-Zentrale in Mainz Hunderte Sitzungen erlebt, in denen es nur um Zahlen gegangen sei, sagte Herles der Zeitung Neues Deutschland (Montag). Das ZDF wollte die Aussagen Herles’ nicht kommentieren.
Unter dem Deckmantel des Arguments »Das wollen die Leute nicht sehen« gehe die Qualität verloren, sagte Herles dem Blatt. Herles war 1987 bis 1991 Leiter des Bonner ZDF-Studios und moderierte das Magazin »Bonn direkt«. Ab 2000 war er Chef des ZDF-Kulturmagazins »Aspekte«. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
