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Ball am Kopf: Olympia soll kommen

Foto: David Moir / Reuters

In Rio war Golfen zum ersten Mal seit 112 Jahren wieder olympische Disziplin. Auf diesem Foto sieht man den zukünftig mächtigsten Golfer der Welt bei einem Showtermin in Schottland, nahe Aberdeen, wo er 2010 ein Golfresort plante. Bald will er noch ganz andere Sachen übernehmen, wenn man daran denkt, könnte man meinen, die Weltgeschichte hätte einem einen Golfball an den Kopf geschlagen.

Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles, jedenfalls sieht von Donald Trump keine Gefahr ausgehen. Doch er meint weder Militarismus, Sexismus oder Rassismus, sondern die Bewerbung seiner Stadt für die Olympischen Spiele 2024. »Unsere Bewerbung geht über die Politik hinaus«, fühlte sich Garcetti bemüßigt zu erklären, nachdem er sich zuvor kritisch über die Wahl Trumps und die Auswirkungen auf die Olympia-Kandidatur geäußert hatte: »Ein Amerika, das sich nach innen kehrt, ist – wie jedes andere nach innen gekehrte Land – nicht gut für den Weltfrieden, nicht gut für den Fortschritt, nicht gut für jeden von uns. Einige Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees könnten sagen, ›Wartet mal eine Sekunde, können wir in ein solches Land gehen, von dem wir Dinge gehört haben, an denen wir Anstoß nehmen?‹.«

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Doch solange Los Angeles an diesem mittlerweile am meisten überschätzten, durchkommerzialisierten und dopingmanipulierten Sportevent der Welt keinen Anstoß nimmt, scheint alles in Butter. Neben Los Angeles bewerben sich die ebenfalls größenwahnsinnigen Städte Paris und Budapest. Rom hatte seine Kandidatur im Oktober zurückgezogen, Hamburg sich im Herbst 2015 gegen eine Bewerbung entschieden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2016, Seite 16, Sport

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