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Aus: Ausgabe vom 12.11.2016, Seite 15 / Geschichte

Anno … 46. Woche

1881, 15. November: In Pittsburgh in den USA wird die Federation of Organized Trades and Labor Unions (FOTLU) als erste gewerkschaftliche Dachorganisation der USA gegründet. Fünf Jahre später geht sie in der Amercian Federation of Labor auf, die bis heute existiert. Die FOTLU steht von Beginn an in einer antisozialistischen Tradition und beschränkt sich ganz auf die Durchsetzung von Arbeiterrechten.

1906, 15. November: August Bebel eröffnet in der Lindenstraße 3 in Berlin-Kreuzberg die Reichsparteischule der SPD. Die Institution soll den Reformismus innerhalb der Sozialdemokratie eindämmen helfen und marxistisches Grundwissen vermitteln. Unter Beteiligung von Rudolf Hilferding, Franz Mehring und Rosa Luxemburg wird die Schule in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu einem Zentrum marxistischer Bildungsarbeit in Deutschland.

1936, 20. November: Im spanischen Alicante wird der Sohn des Exdiktators Miguel Primo de Rivera und Anführer der faschistischen Falange-Partei, José Antonio Primo de Rivera, für die Unterstützung des militärischen Aufstands der rechten Generäle gegen die Republik hingerichtet. Sein Nachfolger an der Spitze der Falange wird Francisco Franco. Die Franquisten betreiben einen Personenkult um Primo de Rivera. Auf den Gedenktafeln, die in jeder Gemeinde für die gefallenen nationalistischen Soldaten aufgestellt werden, steht sein Name an erster Stelle. 1959 lässt Franco den Leichnam Riveras in dem in der Nähe von Madrid errichteten faschistischen »Nationalmonument des Heiligen Kreuzes im Tal der Gefallenen« beisetzen.

1961, 14. November: Mit Elisabeth Schwarzhaupt (CDU) bekleidet zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine Frau ein Ministeramt. Die in der Regierung Adenauer für das Gesundheitswesen zuständige Ministerin amtiert bis zum Ende der Regierung Erhard im November 1966.

1996, 18. November: Nach einer für hiesige Verhältnisse gigantischen Werbekampagne mit dem Schauspieler Manfred Krug kommt die als »Volksaktie« bezeichnete sogenannte T-Aktie in den Handel. Sie findet zunächst reißenden Absatz und verzeichnet einen enormen Kursanstieg, erweist sich aber bald als Flop. Die 1995 privatisierte Deutsche Telekom (zuvor: Deutsche Bundespost) nimmt umgerechnet rund zehn Milliarden Euro ein.

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