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»Platzhirsch«-Aktion der JN hat Nachspiel

Leipzig. Die »Platzhirsch«-Aktion der NPD-Nachwuchsorganisation »Junge Nationaldemokraten« (JN) im Sommer 2014 hat für den Döbelner NPD-Stadtrat Stefan Trautmann strafrechtliche Konsequenzen. NPD- und JN-Aktivisten hatten seinerzeit unbefugt Gelände von Schulen betreten und unter dem Deckmantel einer Antidrogenkampagne Propagandamaterial an Jugendliche verteilt. Dabei trug jeweils mindestens einer der Neonazis ein Hirschkostüm. Wie die Leipziger Volkszeitung vergangene Woche berichtete, wurde der beteiligte NPD-Stadtrat nun wegen Hausfriedensbruchs im Döbelner Lessing-Gymnasium zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu 20 Euro – also insgesamt 3.200 Euro – verurteilt. Anzeige hatte offenbar die Schulleitung erstattet. Im Zuge der Ermittlungen waren im März 2015 die Landeszentrale der JN sowie sechs Wohnungen durchsucht und zahlreiche Computer, Laptops, Mobiltelefone und Speichermedien beschlagnahmt worden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2016, Seite 15, Antifaschismus

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