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Wikileaks: Assange ­ohne Internet

London. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Ecuador vorgeworfen, die Internetverbindung ihres Gründers Julian Assange unterbrochen zu haben, dem seit Jahren Zuflucht in der Botschaft des südamerikanischen Landes in London gewährt wird. »Wir können bestätigen, dass Ecuador die Internetverbindung von Herrn Assange am Samstag um 17 Uhr gekappt hat, kurz nach Veröffentlichung der Reden von Frau Clinton bei Goldman Sachs«, informierte Wikileaks am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Das Außenministerium Ecuadors erklärte daraufhin nur, man beteilige sich nicht an »Spekulationen« im Internet. »Ecuador wird Julian Assange weiter schützen und das 2012 gewährte politische Asyl verteidigen«, hieß es in einer Stellungnahme am Dienstag. (AFP/ANDES/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2016, Seite 7, Ausland

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