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Zahl der Flüchtlinge ­deutlich gesunken

Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) teilte am Mittwoch in Berlin mit, dass in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 213.000 Schutzsuchende nach Deutschland gekommen seien. Im gesamten Jahr 2015 hatte die Zahl mit 890.000 deutlich höher gelegen. Gleichzeitig plant sein Ministerium, die Abschiebepraxis weiter zu verschärfen. Flüchtlingen soll das Abschiebedatum nicht mehr einen Monat im voraus mitgeteilt werden, wie die Rheinische Post (Mittwoch) unter Berufung auf einen Gesetzentwurf berichtete. Derweil müssen Flüchtlinge immer länger warten, bevor sie einen Asylantrag stellen können. Die Zeitspanne zwischen Einreise und Antragstellung betrug im Schnitt zuletzt über sieben Monate, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2016, Seite 1, Inland

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