Zum Inhalt der Seite

Merkel greift ­Gewerkschaften an

Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die vom DGB im Bundestagswahlkampf angekündigte Rentenkampagne kritisiert. Damit könnten die Gewerkschaften ungewollt der AfD in die Hände spielen, behauptete sie bei einem Treffen des CDU-Präsidiums mit dem DGB-Vorstand, wie der Spiegel am Wochenende unter Berufung auf Teilnehmer berichtete. Solche Aktionen beförderten ohne Not die Angst vor Altersarmut. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will mit Slogans wie »Rente muss auch morgen reichen!« einen Kurswechsel in der Sozialpolitik durchsetzen. DGB und CDU teilten nach dem Treffen mit, die Diskussion müsse »sachlich und der Komplexität angemessen« geführt werden. Die Gewerkschaften fordern, dass das Rentenniveau – das Verhältnis einer durchschnittlichen Rente nach 45 Erwerbsjahren zum aktuellen Durchschnittseinkommen – mindestens auf dem heutigen Stand von 47,5 Prozent bleiben müsse. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2016, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!