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Antisymbol Penis

Sie wachsen aus der Erde, liegen herum oder sind in einem Vogelkäfig gefangen – transformierte Penisse gehören zu den zentralen Figuren einer neuen Ausstellung in der Kasseler Kunsthalle Fridericianum. Von Sonntag bis zum Neujahrstag 2017 ist dort die Retrospektive des japanischen Künstlers Tetsumi Kudo (1935–1990) zu sehen. »Durch die Transformation sind die Penisse ein Antisymbol der Macht«, sagte die Leiterin des Fridericianums und Kuratorin Susanne Pfeffer am Freitag. Kudo beschäftigte sich vor allem mit dem Einfluss von Technologie auf Mensch und Natur – Ausgangspunkt waren für ihn die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg. Zu sehen sind auch Gesichtshälften oder Hände in Käfigen.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2016, Seite 11, Feuilleton

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