-
12.09.2016
- → Inland
Tengelmann-Chef droh1t mit Kahlschlag
Berlin. Nach zweijähriger Hängepartie um den Verkauf der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann an Edeka droht Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub einem Zeitungsbericht zufolge offenbar mit einem Kahlschlag. Haub wolle bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 23. September einen Plan vorlegen, der die Schließung von Filialen und den Abbau von 5.000 Arbeitsplätzen vorsehe, berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom Wochenende.
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte die Fusion mit einer Sondererlaubnis genehmigt und damit das Bundeskartellamt überstimmt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf erklärte das für rechtswidrig. Nun entscheidet der Bundesgerichtshof.(Reuters/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
