-
12.09.2016
- → Inland
Verbot von Kinderehen gefordert
Berlin. Das Bundesinnenministerium fordert, dass im Ausland geschlossene Kinderehen in Deutschland ungültig werden. »Wir brauchen ein eindeutiges Verbot, Kinderehen aus dem Ausland in Deutschland fortzuführen. Kinderehen schaden Kindern immer«, sagte der parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Dafür dürfe es keine religiösen Rechtfertigungen geben.
Laut jüngsten Zahlen leben fast 1.500 verheiratete Kinder und Jugendliche in Deutschland. 361 von ihnen sind nach früheren Angaben des Ministeriums sogar jünger als 14 Jahre. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
