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Exvorstand von Siemens muss erneut vor Gericht

Karlsruhe. Im milliardenschweren Schmiergeldskandal bei Siemens muss sich der freigesprochene Exvorstand Uriel Sharef erneut vor dem Landgericht München verantworten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil am Dienstag in Teilen auf. Im Raum steht damit erneut der Verdacht der Untreue durch Unterlassen. Die Karlsruher Richter hielten die Feststellung nicht für tragfähig, dass Sharef durch eine konzerninterne Umstrukturierung die Kenntnis von einer schwarzen Kasse verloren habe, die er einst selbst verwaltet hatte.

Der Ende 2006 aufgeflogene Skandal hatte Siemens erschüttert und vielen Managern den Job gekostet. Über Jahre sollen 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geflossen sein, um lukrative Aufträge zu ergattern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2016, Seite 5, Inland

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