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Burkini-Verbote in ­Frankreich gekippt

Paris. Frankreichs Oberstes Verwaltungsgericht hat die Burkini-Verbote an französischen Stränden für unrechtmäßig erklärt. In einer Grundsatzentscheidung setzte der Staatsrat in Paris am Freitag das im südfranzösischen Badeort Villeneuve-Loubet verhängte Verbot des von Musliminnen genutzten Ganzkörperbadeanzugs aus. Die Freiheitsrechte könnten nur bei »erwiesenen Risiken« für die öffentliche Ordnung eingeschränkt werden, urteilten die Richter. Mehr als 30 Gemeinden hatten solche Verbote an ihren Stränden verhängt und dies mit der angespannten Stimmung in Frankreich begründet. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2016, Seite 2, Ausland

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