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Gewerkschaft will ­Journalistenstiftung

Wien. Als »schweren Verlust für die Medienlandschaft« Österreichs betrachtet die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) die Schließung der Tageszeitung Wirtschaftsblatt. Die Ursachen seien einerseits der Strukturwandel der Branche, aber auch verfehlte Rationalisierungsmaßnahmen der Unternehmensführung, hieß es in einer Erklärung vom Mittwoch. Die stete Ausdünnung der Redaktion und der Abbau, vor allem von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, sei der falsche Weg, um ein Medium mit hohem Qualitätsanspruch zu retten.

Kündigungen drohen aber auch in anderen Medien. Daher fordert die Journalistengewerkschaft die Errichtung einer Branchenstiftung. »Die Unternehmen der Branche und die öffentliche Hand sind jetzt aufgerufen, die berufliche Weiterbildung oder, wo gewünscht, Neuorientierung der zahlreichen Betroffenen zu ermöglichen«, so Gewerkschaftsvorsitzender Franz C. Bauer. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2016, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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