Zum Inhalt der Seite

Vor der B-Probe

Fußball: Neid ­triumphiert

Rio de Janeiro. Die deutschen Fußballerinnen haben erstmals die Goldmedaille bei Olympischen Spielen gewonnen. Im Finale in Rio siegte die Auswahl des Deutschen Fußballbundes im Maracanã-Stadion mit 2:1 gegen Schweden. Im letzten Spiel von Bundestrainerin Silvia Neid traf Dzsenifer Marozsan in der 48. Minute. Marozsan war auch am zweiten Tor für die Deutschen beteiligt: Nach ihrem Freistoß unterlief der Schwedin Linda Sembrant in der 62. Minute ein Eigentor. Die DFB-Frauen hatten zuvor dreimal bei Olympia Bronze gewonnen, zuletzt 2008 in Beijing. (sid/jW)

Leichtathletik: Röhler reüssiert

Rio de Janeiro. 44 Jahre nach Klaus Wolfermann in München 1972 hat Thomas Röhler olympisches Speerwurf-Gold gewonnen. Der 24jährige aus Jena übertraf bei den Sommerspielen in Rio mit 90,30 m als einziger der zwölf Finalteilnehmer die 90-m-Marke und siegte damit vor Weltmeister Julius Yego aus Kenia, der den Wettkampf nach seinem 88,24-m-Wurf im ersten Versuch verletzungsbedingt nicht mehr fortsetzte. Bronze holte sich der Olympiasieger von London Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago mit 85,38 m. Für die ansonsten zumeist enttäuschenden deutschen Leichtathleten war es in Rio die zweite Goldmedaille und die dritte Medaille insgesamt.(sid/jW)

Sportbund: Hörmann kritisiert

Rio de Janeiro. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, sieht in den Leistungen deutscher Olympiamannschaften einen nur sehr schwierig zu stoppenden Abwärtstrend. »Der Weltsport entwickelt sich weiter. Wenn wir stehenbleiben, dann wird in Tokio 2020 und fortfolgend auch nicht mehr das Ergebnis kommen, das wir uns vorstellen«, warnte Hörmann in einem ARD-Bilanzinterview am Sonntag. Die in der Breite mäßige Ausbeute des deutschen Teams in Rio führt der DOSB-Präsident auf eklatante Schwächen in den Kernsportarten zurück. Nun sei es an der Zeit, zu analysieren und Konsequenzen zu bedenken. Dabei nimmt er vor allem die Fachverbände ins Visier: »Wenn man über lange Jahre die Ziele nicht annähernd erreicht, muss man sich fragen: Ist das nur eine Geldfrage?« (sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2016, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!