-
19.08.2016
- → Feminismus
Synchronschwimmer: »Anruch des Gay«
Rio de Janeiro. Männer haben bei Olympia keinen Zutritt – zumindest, wenn sie Synchronschwimmer sind. Bei der WM vor einem Jahr im russischen Kasan feierten die Athleten in dieser Sportart Premiere im »Mixed Duett«, doch bei den Sommerspielen wird ihnen das Startrecht weiter verwehrt. Das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben, glaubt Generalsekretär Jürgen Fornoff vom Deutschen Schwimmverband. Es sei der »Anruch des Gay«, der in vielen Verbänden zu einer Verweigerung der Aufnahme führe, sagte Fornoff der tageszeitung (Mittwochausgabe). Er persönlich sei für die Öffnung, und auf Dauer könnten die nationalen Organisationen und das Internationale Olympische Komitee sie nicht blockieren.
Russlands Sportminister Witali Mutko monierte, dass der Mixed-Wettbewerb ausgerechnet in seinem Heimatland Premiere hatte. Er halte Synchronschwimmen für einen »rein weiblichen Sport«. (sid/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
