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Aus: Ausgabe vom 25.07.2016, Seite 10 / Feuilleton

Herzberger Garten

Einige Festivals sind ja schon in Chaos, Schlamm und Regen steckengeblieben. Diese Woche sieht es nicht danach aus, wenn sich die Hippies, die guten Menschen und alle, die für einige Tage den totalen Frieden wollen, ab Donnerstag am Fuße der Burg Herzberg, im nordhessischen Land, treffen.

Auf einer großen Pferdeweide und auf bereits abgeernteten Feldern versammeln sich Jung und Alt unter dem Motto »Back to the Garden«. Den Garten muss man sich dazudenken, aber mit den richtigen Hilfsmitteln geht das schon. Bei Hitze und Trockenheit werden Staub und Sonnenbrand die Oberhand gewinnen. Trotzdem sollte jeder Festivalgänger auch die Gummistiefel einpacken, denn so ein Berg in der Nähe hält gerne eine Regenwolke fest und der Wind sticht sie auf. Es gibt da eine große »Mental Stage« für all die Bluesmusiker, Krautrocker, Elektroniker, Liedermacher und Spaßbolzen, aber auch den »Höllenschuppen« und die »Freakstage« und das noch junge Lesezelt, das Jahr für Jahr erfolgreicher wird. Angekündigt sind diesmal u.na.: Walter Trout, Element of Crime, Funny van Dannen, Patrice, die immer noch aktive Bröselmaschine, Kadavar, Blues Pills, der Woodstock-Veteran Miller-Anderson, die den Abend mit verwirrenden Klängen und ewig langen Titeln verzaubernden Orange und Nigel Kennedy, der mit der Geige an Jimi Hendrix erinnern will. Ein Zeltplatz ist vorhanden und sogar Duschen und interessante Pinkelbauden für die Männer. (tbe)