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EU-Kommission kämpft gegen Lohndumping

Brüssel. Die EU-Kommission hält trotz des Widerstands aus einigen nationalen Parlamenten an ihren Plänen zum Kampf gegen Lohndumping fest. Der Vorschlag zur Änderung der sogenannten Entsenderichtlinie sei mit EU-Recht vereinbar, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Die EU-Kommission will erreichen, dass die gleiche Arbeit an ein- und demselben Ort gleich entlohnt werden muss. Personen, die in einem EU-Staat angestellt sind, aber in einem anderen arbeiten, könnten demnach nicht mehr schlechter bezahlt werden als Arbeiter ihres Gastlandes. Vor allem östliche EU-Staaten wie Polen sehen in dem Vorhaben eine Gefahr für heimische Firmen. Letztere haben in Ländern wie Deutschland mitunter Wettbewerbsvorteile, weil sie Löhne auf Heimatniveau zahlen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2016, Seite 5, Inland

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