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Bei der Erforschung der Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt gibt es einen neuen »Zwischenstand«. In fünf Fällen war der Raubkunstverdacht bereits erwiesen, in weiteren 91 Fällen konnte er erhärtet werden. Begründete Verdachtsmomente betreffen Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Max Liebermann, Edvard Munch und eine Rembrandt-Grafik, wie Andrea Baresel-Brand, Leiterin des Teams »Provenienzrecherche Gurlitt«, in Berlin mitteilte. Gurlitt war im Mai 2014 in seiner Münchner Wohnung gestorben, in der die Staatsanwaltschaft 2012 rund 1.280 Werke beschlagnahmt hatte. Zwei Jahre später waren weitere 238 Gemälde in seinem verwahrlosten Haus in Salzburg aufgetaucht. Der Sohn des Hitler-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt vermachte das millionenschwere Erbe in seinem Testament dem Kunstmuseum Bern, das noch kein Bild bekommen hat. Uta Werner erhebt vor dem Oberlandesgericht München Anspruch auf das Erbe und zweifelt an, dass ihr Cousin im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war, als er sein Testament verfasste. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2016, Seite 11, Feuilleton

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