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3.694 Flüchtlinge ums Leben gekommen

Berlin. Im ersten Halbjahr 2016 sind laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) bereits mindestens 3.694 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2015 bedeute dies einen Anstieg um 18 Prozent, sagte IOM-Generaldirektor William Swing gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die weltweit gefährlichste Fluchtroute bleibt das Mittelmeer in Richtung Europa: Allein dort wurden bis Ende Juni mindestens 2.905 Flüchtlinge getötet oder für vermisst erklärt – mehr als 2.500 ertranken demnach auf dem Weg von Afrika nach Italien.

Nach der Schließung der »Balkanroute« und den Vereinbarungen zwischen EU und Türkei würden die Flüchtlinge in ihrer Verzweiflung andere Wege suchen. Die Opposition warf der Bundesregierung deswegen vor, am Tod von Schutzsuchenden mitverantwortlich zu sein. Dies sei »unmenschlich«, erklärte Bernd Riexinger, Vorsitzender der Linkspartei. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2016, Seite 1, Ausland

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