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Ein Friedhof der Philister

Im »Werther« von Goethe mahnt »ein Philister, ein Mann, der in einem öffentlichen Amte steht«, den rauschhaft Liebenden: »Teilet Eure Stunden ein, die einen zur Arbeit, und die Erholungsstunden widmet Eurem Mädchen. Berechnet Euer Vermögen ...« Aber die übermächtigen Gegner der Hebräer aus dem Alten Testament stehen womöglich zu Unrecht im Ruf von Spießbürgern. Im vergangenen Jahr fanden Archäologen heraus, dass zur Kultur der Philister der Konsum halluzinogener Drogen aus Afrika gehörte. Nun wurden am Rande der israelischen Küstenstadt Aschkelon Überreste eines ihrer Friedhöfe entdeckt. »Das ist der erste, bei dem wir uns sicher sind«, sagte der Leiter der Ausgrabung, Daniel Master. Die Untersuchung der Grabbeigaben – Krüge, Schalen, Armreifen, Bronzefiguren oder Silbermünzen – soll weitere Aufschlüsse bringen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2016, Seite 11, Feuilleton

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