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Das Lachen im Hals

Der mit 15.000 Euro dotierte Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil geht in diesem Jahr an den deutsch-jüdischen Schriftsteller Edgar Hilsenrath. Sein Lebenswerk habe »der Erfahrung von Exil in literarisch einzigartiger, kühner Weise Ausdruck verliehen«, teilte die Jury zur Begründung mit. »Getrieben von einer düster-schwarzen Phantasie«, versuchten die Romane des 1926 geborenen Autors, das Grauen, das Menschen anderen Menschen antun, in Form der Groteske zu erzählen. »Der Ort seines Erzählens ist das Lachen, das einem im Halse stecken bleibt – zwischen Zynismus, Trauer und Selbstbehauptung.« Der Preis der Stadt Heidelberg wird im Herbst überreicht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2016, Seite 11, Feuilleton

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