-
25.06.2016
- → Feuilleton
Weg mit den Klappentexten
Der Schriftsteller Karl-Heinz Ott (»Endlich Stille«) hat gefordert, »alle Klappentexte aus den Romanen (zu) verbannen«. Er tat dies am Donnerstag bei seiner Laudatio auf den Schriftsteller Thomas Hettche (»Pfaueninsel«), der in Greifswald mit dem Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Ott will keine Klappentexte mehr, »um den Blick nicht von vornherein auf eine angebliche Handlung und ein angebliches Thema einzuengen. Vielleicht geht es ja um ganz anderes, als die Waschzettel versprechen, nämlich um jeden einzelnen Satz, jedes einzelne Wort, jeden einzelnen, in Sprache gebannten Augenblick.« An Hettche würdigte Ott dessen Prosa, die »ganz und gar der Gegenwart verpflichtet ist, auch und gerade dort, wo Surreales und Märchenhaftes den Erzählton prägen. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
