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Nicht-EM: Weltrekorde im Minutentakt

Berlin. Am Sonntag endeten in Berlin die 30. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Schwimmen der Behinderten. Zumeist standen die deutschen Athleten im Schatten der Topkonkurrenz aus dem Ausland, die zahlreiche Welt- und Kontinentalrekorde in 14 verschiedenen Startklassen für Körper-, Seh- und geistig Behinderte erschwamm.

Der Modus machte es dem »unbedarften« Zuschauer nicht leicht, den Durchblick zu behalten. Anders als bei Paralympics, WM oder EM gibt es bei den IDM gemeinsame Finals aller Startklassen mit jeweils zehn Teilnehmern, deren Leistungen über ein Punktsystem zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Eine Athlet mit schwerem Handicap kann also mit einer langsameren Zeit auf mehr Punkte kommen. Nicht der Erste gewinnt, es kann im Extremfall auch der Letzte sein.

Da sich Sportler verschiedener Startklassen im Wasser messen, können in einem Lauf mehrere Weltrekorde aufgestellt werden – wie in Berlin mehrfach geschehen. Auch Deutsche trugen sich in die Rekordstatistiken ein. Hervorzuheben wäre die 22jährige sehbehinderte Elena Krawzow, geboren in Kasachstan und inzwischen Deutsche. Sie gewann die 100 Meter Brust mit Weltrekord und erzielte über 50 Meter Brust als Finalvierte ebenfalls eine neue Bestmarke der Startklasse S13. Krawzow gilt als größte deutsche Goldhoffnung für die Paralympics. 2012 in London hat sie bereits Silber auf ihrer Spezialstrecke gewonnen.

Schon dreifache Paralympics-Siegerin ist ihre Berliner Vereinskollegin Daniela Schulte, 33jährige Mutter von Zwillingen. Nach deren Geburt machte sie eine längere Pause. In Berlin meldete sich Schulte mit einem Weltrekord über 400 Meter Lagen eindrucksvoll zurück.

Klaus Weise

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2016, Seite 16, Sport

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