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14.05.2016
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Eine Renaissance
Im Lipsiusbau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmet sich seit Freitag eine Sonderausstellung der »Ästhetik des Rassismus«. Die gezeigten Fotos von Affen und Menschen, Skizzen von Schädeln und endlosen Vermessungslisten stammen aus dem Archiv des Fanatikers Bernhard Struck (1888–1971), laut Ausstellungsmacher Wolfgang Scheppe einer der wichtigsten Rassepropagandisten der Nazis. »Wir erleben um uns herum eine Renaissance von rassistischen Nationalismen«, erklärte Scheppe zur Eröffnung. Da sei es geboten, das Verhältnis zwischen wissenschaftlichen Herleitungsversuchen und volkstümlichen rassistischen Vorstellungen zu beleuchten. (dpa/jW)
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