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Bußgelder gegen ­Sanitärkartell

Bonn. Das Bundeskartellamt hat gegen mehrere mittelständische Unternehmen der Sanitärbranche aus Nordrhein-Westfalen wegen unerlaubter Preisabsprachen Bußgelder in Höhe von 21,3 Millionen Euro verhängt. Über mehrere Jahre hätten sich die Großhändler bei der Kalkulation ihrer Bruttopreislisten und ihrer Verkaufspreise abgestimmt, teilte die oberste deutsche Wettbewerbsbehörde am Dienstag in Bonn mit.

Dies hätte den Wettbewerb zwischen den Unternehmen deutlich beeinträchtigt, begründete Kartellamtspräsident Andreas Mundt den Schritt. Die abgestimmte Kalkulation habe auch bundesweit erhebliche Bedeutung gehabt, weil mindestens 250.000 Produkte aus dem Sanitärbereich betroffen waren. Bei der Aufklärung hätten alle Unternehmen kooperiert, was zu einer Ermäßigung der Bußgelder geführt habe. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2016, Seite 5, Inland

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