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23.03.2016
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Vater von Amokläufer verklagt Ärzte
Heilbronn. War der Amoklauf von Winnenden 2009 vorhersehbar? Mit dieser Frage befasst sich fast genau sieben Jahre nach der Bluttat mit 16 Toten das Landgericht Heilbronn. Der Vater des jugendlichen Täters Tim K. verklagt Ärzte und Therapeuten seines Sohnes. Sie hätten ihn warnen müssen, dass von seinem Sohn große Gefahr ausgeht, argumentiert der ehemalige Unternehmer. Er will erreichen, dass die Experten die Hälfte des Schadenersatzes übernehmen, den er an Opfer, Hinterbliebene, die Stadt Winnenden und die Unfallkasse Baden-Württemberg zahlen muss. Das Landgericht taxierte diese Summe auf vier Millionen Euro. Ein Urteil wird nicht vor Ende April erwartet. (dpa/jW)
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