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Vom Landleben

Die Schriftstellerin Juli Zeh begreift das heutige Landleben als »verheerend«, zumindest das im Osten. Zeh, die 2007 in die brandenburgische Provinz gezogen ist, erklärte der Zeitung Sonntag Aktuell: »Hier gäbe es so viel Wichtiges zu tun und zu verändern, damit die Region nicht völlig entvölkert wird und sich am Ende selbst überlassen bleibt«. Nötig seien in ländlichen Gegenden ernstgemeinte Infrastrukturmaßnahmen. »Wir haben kaum noch Ärzte hier, es gibt zu wenig Schulen, Kindergärten sind von der Schließung bedroht. Wenn man das den Leuten wegnimmt, können sie irgendwann einfach nicht mehr auf dem Land wohnen.« Und rein zufälligerweise hat Zeh in ihrem aktuellen Roman »Unterleuten« all diese Erfahrungen verarbeitet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2016, Seite 11, Feuilleton

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