-
10.03.2016
- → Feuilleton
Verdienstvoll
Angesichts der weitverbreiteten Panikmache gegenüber dem Islam will das Theater Altenburg-Gera mit einer neuen Produktion Aufklärungsarbeit leisten. »Das zweischneidige Schwert« sei auch eine Reaktion auf Pegida und Thügida, auf die allerdings nicht explizit eingegangen werde, sagte Schauspieldirektor Bernhard Stengele der Deutschen Presse-Agentur. »Ich beobachte, dass die Toleranzschwelle vieler Menschen immer mehr sinkt, das Wissen über den Islam zugleich abnimmt. Dieser Verdummung wollen wir entgegenwirken.« Viel zu oft werde der Islam schlicht mit Terrorismus gleichgesetzt, sagte Stengele, der bei dem Stück Regie führt. Die Liebesmystik des Dichters Dschelaleddin Rumi, der im 13. Jahrhundert gelebt hat, bilde den literarisch-poetischen Rahmen des Schauspielabends. Die Premiere am morgigen Freitag in Gera ist ausverkauft. Nach mehreren Aufführungen dort ist die Produktion ab 14. Mai auch in Altenburg zu sehen. (jW/dpa)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!