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Aus: Ausgabe vom 04.03.2016, Seite 16 / Sport

Fußball: Abschied von gestern

Paderborn.

Er habe »das zum letzten Mal vor 30 Jahren erlebt, dass eine Mannschaft so spielt wie Paderborn gegen uns«, sagte RB-Trainer Ralf Rangnick am vergangenen Wochenende. In der Nacht zum Donnerstag hat der SC Paderborn nun den Mann entlassen, der ihn in die Zeit des Rumpelfußballs mit Manndeckung zurückwarf. »Ich bin es wirklich«, hatte dieser Stefan Effenberg bei seiner Vorstellung 141 Tage zuvor verkündet. In seiner Amtszeit ruinierte er den soliden Ruf des Vereins gründlich. Auf die »Penisaffäre« um Stürmer Nick Proschwitz im Januar folgte ein Strafbefehl gegen Effenberg wegen Trunkenheit am Steuer nach einem Oktoberfestbesuch (Februar). Anfang dieser Woche wurde nun bekannt, dass der Blondschopf aktuell über keine gültige Trainerlizenz verfügt. Klubpatriarch Wilfried Finke nahm daraufhin seine »Jobgarantie« zurück. Ein weiterer Grund für den Sinneswandel des Möbelmonopolisten soll die permanente Einmischung von Effenbergs Frau Claudia gewesen sein. Nebenbei ging es wohl auch noch darum, dass der Bundesligaabsteiger nach zuletzt zwölf Spielen ohne Sieg akut gefährdet ist, noch eine Etage tiefer zu rutschen. (jW)

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