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Olympia: Rio als Risiko

Nairobi. Das Olympische Komitee Kenias erwägt wegen der Ausbreitung des Zikavirus einen Verzicht auf die Teilnahme an den Sommerspielen. »Wir werden das Risiko für unsere Athleten nicht eingehen, sollte sich das Virus weiter ausbreiten«, erklärte der Präsident des Komitees, Kipchoge Keino. Das durch Stechmücken übertragene Virus steht im Verdacht, Schädelfehlbildungen bei Föten im Mutterleib auszulösen. Erwachsene können am Guillain-Barré-Syndrom erkranken, einer seltenen Nervenkrankheit. Wegen der rasanten Ausbreitung des Virus in Süd- und Mittelamerika hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den »weltweiten Gesundheitsnotstand« ausgerufen. Besonders betroffen ist Olympiagastgeber Brasilien. Das US-Olympiakomitee hat seinen Athleten im Fall von Bedenken von der Reise nach Rio abgeraten. Das IOC rechnet nach Angaben seines Präsidenten Thomas Bach nicht mit größeren Problemen. Die Spiele fänden im brasilianischen Winter statt, lautete Bachs Begründung. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2016, Seite 16, Sport

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