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Pro Asyl kritisiert Verbot des Familiennachzugs

Berlin. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hält es für verantwortungslos, den Familiennachzug auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auszusetzen. »Es ist skandalös, Minderjährigen zu verweigern, mit ihren Eltern zusammenzuleben«, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt gegenüber dpa. »Das Motto des Innenministeriums ist: Wir machen die Gesetze so hart, wie es geht«, kritisierte Burkhardt. Das Innenressort nutze die Gelegenheit für jede erdenkliche Gesetzesverschärfung, ohne dass die SPD dies verhindere. Bei der Uni on spielten Menschenrechte offenbar keine Rolle mehr, sagte er. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2016, Seite 2, Inland

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