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Zweite Chance für die Natur

Das EU-Parlament gibt der Natur eine zweite Chance. Es billigte am Mittwoch eine umstrittene Reform der neuen Abgastests für Dieselautos. Die Natur kann nach Meinung des Parlaments die strengen Umweltkriterien der Autoindustrie nicht einhalten. Sie wird aufgefordert, umzudenken und es erneut zu versuchen. Zur Unterstützung werden Grenzwerte für schädliche Autoabgase im Sinne der Autoindustrie nachgebessert. Die Grenzwerte werden verdoppelt, denn doppelt halte besser, verlautete aus dem Auto-Ausschuss des EU-Parlaments.

Es hat sich herausgestellt, dass der Mensch etwa 157mal mehr Schadstoffe verträgt, als bislang angenommen wurde. Das ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Nachforschungen in Folge der »Abgasaffäre«, in die VW in den USA verwickelt war. Der Konzern wurde beschuldigt, mit spezieller Software die Abgaswerte zu manipulieren. In Wirklichkeit ging es darum, deutsche Autos in den USA gegen eine Verschwörung der US-Autoindustrie zu schützen.

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Zusätzlich beschloss das Parlament, schon etwas veraltete Naturphänomene wie den Sonnenaufgang im Osten sowie die Neu- und Vollmondphasen auf den Prüfstand zu stellen und den Bedürfnissen von Google, Apple und der gesamten IT-Branche anzupassen und zu optimieren.

Genehmigt wurde vom EU-Parlament außerdem die Richtlinie, Weizen aus genmanipuliertem Mais herzustellen. Er schmeckt im Abgang leicht nach Brombeerbier und kann notfalls als Fensterkitt eingesetzt werden.

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2016, Seite 10, Feuilleton

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