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Glyphosat reichert sich in Urin an

Berlin. Eine Anreicherung des Pestizids Glyphosat kann eindeutig im Urin festgestellt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA), über das die Behörde am Donnerstag informierte. Einer rund 400 Proben umfassenden Untersuchung über einen Zeitraum von 15 Jahren zufolge konnte der Stoff 2001 bei nur zehn Prozent der Teilnehmer im Urin nachgewiesen werden, 2013 fand man ihn bei knapp 60 Prozent der Testgruppe, zuletzt im Jahr 2015 waren es 40 Prozent. »Die UBA-Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Glyphosat-Einsatz in der Landwirtschaft und der Belastung der Menschen gibt«, schloss Heike Moldenhauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Glyphosat wird als »wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen« eingeschätzt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2016, Seite 5, Inland

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