Zum Inhalt der Seite

Regierung zeigt wenig ­Interesse an TTIP-Unterlagen

Berlin. Die Grünen im Bundestag werfen der Bundesregierung vor, das geplante Handelsabkommen zwischen EU und USA, TTIP, trotz vielfacher Kritik nicht »gründlich und umfassend« zu prüfen. Als Beleg veröffentlichten die Grünen am Donnerstag eine Antwort der Regierung auf ihre Anfrage: Danach sahen in den vergangenen acht Monaten nur 37 Regierungsmitarbeiter TTIP-Texte im Leseraum der US-Botschaft ein. Bislang sind bestimmte TTIP-Unterlagen nur Regierungsvertretern der EU-Mitgliedstaaten und Europaabgeordneten zugänglich. Die Grünen kritisierten, kein einziger Minister habe persönlich Einsicht in die Unterlagen genommen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2016, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!