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NSU-Ausschuss: Polizistin Zufallsopfer

Stuttgart. Der NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg hält die Polizistin Michèle Kiesewetter für ein Zufallsopfer. Das Gremium habe keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Kiesewetter und ihr Kollege im April 2007 in Heilbronn gezielt als Anschlagsopfer ausgesucht worden seien, sagte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) am Freitag zum Abschluss der Arbeit des Gremiums in Stuttgart. Es gebe keine begründeten Zweifel daran, dass die NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die Täter gewesen seien. Man schließe weitere Täter trotzdem nicht aus. Damit stützt der Ausschuss die Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.01.2016, Seite 2, Inland

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