-
13.01.2016
- → Sport
Preisboxen: Deutscher Sonderweg
Hamburg. Der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) ist von der Europäischen Box-Union (EBU) mit der Begründung, er habe ein Dopingvergehen vertuscht, degradiert worden. »Wir sind kein vollwertiges Mitglied mehr, sondern nur noch ein vorübergehendes», sagte BDB-Präsident Thomas Pütz am Montag. »Mir ist aber nicht bekannt, dass das Folgen haben wird. Die EBU braucht uns mehr als wir die EBU.« Hintergrund sind Dopingvergehen von Schwergewichtler Erkan Teper. Dem 33jährigen war nach Titelkämpfen im Juni 2014 und im Juli 2015 die Einnahme verbotener Substanzen nachgewiesen worden. Nach dem ersten Fall war der Ahlener für sechs Monate gesperrt worden, derzeit ist er wegen eines laufenden Verfahrens suspendiert. Der EBU wurden die positiven Tests von dem deutschen Verband nicht gemeldet. Sie hat Teper nun für zwei Jahre gesperrt. Um Titel des BDB wird er früher wieder kämpfen können. »Die Maximalstrafe beim BDB beträgt ein Jahr, auch im Wiederholungsfall«, sagte Pütz. Die Antidopingregeln der WADA werden vom BDB nicht anerkannt. Das gilt aber auch für EBU, Weltverbände und die meisten nationalen Preisboxverbände. (sid/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!