Zum Inhalt der Seite

Gabriel: Edeka darf Tengelmann schlucken

Berlin. Ungeachtet der Vetos von Bundeskartellamt und Monopolkommission will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dem Marktführer Edeka die Übernahme der Supermarktkette Kaiser's-Tengelmann erlauben. Edeka müsse vor einer Übernahme garantieren, dass 97 Prozent der 16.000 Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann mindestens für fünf Jahre sicher seien und die Beschäftigten tariflich bezahlt würden, sagte Gabriel am Dienstag in Berlin. Edeka, Tengelmann sowie die Mitbewerber hätten nun 14 Tage Zeit, sich zu den Auflagen zu äußern.

Die Bundestagsabgeordnete Karin Binder (Die Linke) kritisierte die Entscheidung: »Gabriel zementiert mit seiner Fehlentscheidung eine kartellartige Aufstellung des Lebensmitteleinzelhandels«, schrieb sie in einer Mitteilung. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2016, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!