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Argentinien: Proteste gegen Stellenabbau

Buenos Aires. Tausende Menschen haben in Argentinien gegen die von der neuen konservativen Regierung geplanten Kürzungen im öffentlichen Dienst protestiert. Die Demonstranten marschierten am vergangenen Dienstag zum Arbeitsministerium in der Hauptstadt Buenos Aires, um ihren Unmut über die von Präsident Mauricio Macri angekündigte Überprüfung Tausender Arbeitsverträge kundzutun. Zuvor war im Amtsblatt ein Dekret Macris veröffentlicht worden, wonach die Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Die neue Regierung hat angekündigt, 24.000 Arbeitsverträge im öffentlichen Sektor sowie 11.000 Ausschreibungen kontrollieren zu lassen. Kritiker fürchten einen starken Arbeitsplatzabbau. Macris Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner und ihr 2010 verstorbener Ehemann Néstor Kirchner hatten während ihrer insgesamt zwölfjährigen Amtszeit den öffentlichen Dienst ausgebaut. Laut einem Bericht der Zeitung La Nación nahm während der »Ära Kirchner« die Zahl der Arbeitsverträge im staatlichen Sektor um 54 Prozent zu. Die Demonstranten waren einem Aufruf der größten Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, ATE, gefolgt. Macri hatte die Wahl im November knapp gegen den von Fernández unterstützten Kandidaten Daniel Scioli gewonnen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2016, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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