Zum Inhalt der Seite

Bundesregierung will weiter mit Saudis kuscheln

Berlin/Moskau. Das Bundeskabinett hält an »konstruktiven Beziehungen« mit Saudi-Arabien fest. Dies sei »in deutschem Interesse wie im Interesse der Stabilität der Region«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Am Sonntag hatte Berlin »bestürzt« auf die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Baker Al-Nimr in Saudi-Arabien reagiert und die Todesstrafe als »unmenschliche Form der Bestrafung« abgelehnt. Al-Nimr war am Samstag zusammen mit 46 weiteren Menschen hingerichtet worden. Das löste schwere Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran aus.

Nun hat Russland angeboten, in dem Konflikt zu vermitteln. »Wir sind immer für eine Annäherung zwischen Teheran und Riad eingetreten«, sagte ein Diplomat der Agentur Interfax. Es sei »kein konstruktiver Schritt«, dass nach Saudi-Arabien nun auch Bahrain die Beziehungen zu Teheran abbreche. (AFP/dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2016, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!