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Antikommunismus: Lug und Trug

Berlin. Es soll in der Bundesrepublik keine positiven Bezüge zum früheren Sozialismus auf deutschem Boden geben – auch nicht im Sport. »Für die DDR-Dopingopfer«, so die Formulierung der Nachrichtenagentur dpa, wird ein neuer Fonds durch das Bundesinnenministerium angelegt. Insgesamt zehn Millionen Euro soll er für die Jahre 2016 und 2017 betragen. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sollen die Zahlungen für »194 DDR-Dopingopfer« beginnen, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte dazu, man dürfe »die Augen vor dem Schicksal vieler ehemaliger Leistungssportler nicht verschließen«. Auf Nachfrage von jW bestätigte das Innenministerium, dass ein vergleichbarer Fonds für Opfer des BRD-Sportbetriebs nicht besteht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2015, Seite 16, Sport

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