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Trauung mit Sieb

In Neuseeland darf die »Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters« ab sofort Ehepaare trauen. Das bestätigte am Donnerstag in der Hauptstadt Wellington der oberste Standesbeamte des Landes, Jeff Montgomery. »Es liegt nicht an mir, deren philosophische oder religiöse Grundsätze zu beurteilen«, sagte Montgomery – alle Kriterien seien erfüllt. In Neuseeland dürfen auch Scientologen oder Druiden Trauungen durchführen. Die Kirche der Pastafaris wurde 2005 in den USA im Zusammenhang mit einem Streit über die Evolutionstheorie im Schulunterricht gegründet. Anhänger haben in einigen Ländern das Recht erkämpft, sich in ihren Ausweisen mit einem Nudelsieb auf dem Kopf zu präsentieren. Im brandenburgischen Templin war im November ein Pastafari mit ähnlichem Anliegen gescheitert. Kopfbedeckungen sind auf Passbildern in der BRD verboten, Ausnahmen aus religiösen Gründen aber möglich. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2015, Seite 11, Feuilleton

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