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Meyer-Betriebsratschef vorerst nicht gefeuert

Lingen. Der Betriebsratsvorsitzende der Papenburger Meyer-Werft, Ibrahim Ergin (Foto), hat den Rechtsstreit gegen seine fristlose Kündigung in erster Instanz aus formalen Gründen gewonnen. Das Arbeitsgericht Lingen lehnte am Donnerstag den Antrag des Unternehmens auf Entlassung des Beschäftigtenvertreters ab. Die Geschäftsleitung habe nicht vollständig ihre Pflicht erfüllt, den Betriebsrat über den Grund der Kündigung zu informieren, sagte der Direktor des Arbeitsgerichtes, Christoph Schmedt. Meyer-Manager Lambert Kruse kündigte an, die nächste Instanz anzurufen.

Die Werft will Ergin fristlos kündigen, weil er 2011 und 2012 angeblich Auszubildende zum Eintritt in die IG Metall genötigt haben soll. Ergin weist die Vorwürfe zurück. Vor der Verhandlung hatte die Gewerkschaft mehrere hundert Beschäftigte und Unterstützer zu einer Kundgebung in Lingen mobilisiert. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2015, Seite 1, Inland

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